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Danke Anita, für all die geführten Venn-Wanderungen, die wir mit dir erleben durften!

Natur

Danke Anita, für all die geführten Venn-Wanderungen, die wir mit dir erleben durften!

Wir trauern um “unser” Hohes Venn, um all die verlornenen Tiere und Pflanzen, um die Schäden am aktiven Hochmoor.

 

 

 

Bei einem Brand in einem aktiven Hochmoor entstehen verheerende, teils unumkehrbare Schäden an der Natur, dem Klima und der Landschaft. Ein solcher Brand verläuft völlig anders als ein klassischer Waldbrand, da er nicht nur die Oberfläche betrifft, sondern tief in den Boden eindringen kann. [1]
Folgende Elemente werden bei einem Moorbrand zerstört oder massiv geschädigt:
1. Vernichtung der lebenden Vegetation (Mooroberfläche)
Das Feuer vernichtet sofort die spezialisierte Pflanzengemeinschaft der obersten Schicht:
    • Torfmoose (Sphagnum): Die eigentlichen „Baumeister“ des Hochmoors sterben ab. Da sie maßgeblich für die Wasserspeicherung und das Wachstum verantwortlich sind, verliert das Moor sein Fundament.
    • Spezialisten: Seltene Pflanzen wie der fleischfressende Sonnentau, Wollgräser, Moosbeeren und Heidekrautgewächse werden großflächig verbrannt. [1]

2. Zerstörung des Torfkörpers (Unterirdische Brände)
Das tückischste Merkmal von Moorbränden ist, dass sie sich zu Torfbränden (unterirdischen Schwelbränden) entwickeln können. Selbst wenn ein aktives Moor sehr nass ist, können langanhaltende Dürreperioden die obere Torfschicht austrocknen lassen. [, 2, 3]
    • Verlust von Jahrtausenden alten Schichten: Torf wächst nur etwa einen Millimeter pro Jahr. Brennt der Torfboden metertief ab, wird die organische Arbeit von Jahrtausenden in wenigen Tagen vernichtet. [1, 2]
    • Struktureller Einsturz: Durch das Wegbrennen des unterirdischen Torfs entstehen Hohlräume. Der Boden verliert seine Stabilität und bricht ein (Gefahr von unvorhersehbaren Absackungen). [1]

3. Zerstörung des Wasserspeichers und der Funktion
Ein intaktes Hochmoor funktioniert wie ein riesiger Schwamm. Durch das Feuer wird diese Eigenschaft zerstört:
    • Die Fähigkeit des Bodens, Wasser zu speichern, geht verloren, weil die Porenstruktur des Torfs und der Moose verglast oder zu Asche verbrennt.
    • Das Moor trocknet dauerhaft aus, wodurch der Status als „aktives“ (also lebendes, wachsendes) Moor verloren geht. [1, 2, 3]

4. Verlust des Lebensraums für Tiere
Viele seltene Tierarten sind auf das feuchte Mikroklima angewiesen und sterben in den Flammen oder verlieren ihre Lebensgrundlage: [1]
    • Insekten und Spinnentiere: Hochspezialisierte Moorlibellen, Moor-Schmetterlinge und seltene Spinnenarten werden direkt vernichtet.
    • Boden- und Nestbrüter: Vögel, die im Moor brüten (z. B. Birkhühner oder Bekassinen), verlieren ihre Gelege und Jungtiere.
    • Reptilien und Amphibien: Kreuzottern, Waldeidechsen und Moorfrösche können den schnellen Flammen und der Hitze oft nicht entkommen.

5. Freisetzung gigantischer Mengen CO₂ (Klimaschaden)
Moore sind die effektivsten Kohlenstoffspeicher der Erde. Wenn Torf verbrennt, passiert das Gegenteil von Klimaschutz: [1, 2]
    • Der über Jahrtausende eingelagerte Kohlenstoff wird schlagartig als Kohlendioxid (CO₂) freigesetzt. Ein einziger großer Moorbrand kann Hunderttausende Tonnen CO₂ in die Atmosphäre blasen. [1, 2, 3]

6. Kontamination von Wasser und Luft
    • Trinkwasser- und Gewässerbelastung: Durch die Asche und die unvollständige Verbrennung werden Nährstoffe (wie Stickstoff und Phosphat) sowie Schadstoffe mobilisiert. Regen wäscht diese in angrenzende Bäche und das Grundwasser aus, was Algenblüten anreizt und die Trinkwasserqualität gefährdet.
    • Feinstaub und Rauch: Die Schwelbrände erzeugen wochenlang extrem dichten, giftigen Rauch mit sehr hoher Feinstaubbelastung, der für Mensch und Tier in der gesamten Region gesundheitsgefährdend ist. [1, 2, 3]

Ein aktives Hochmoor benötigt nach einem schweren Brand Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte, um sich (oft nur mithilfe aufwendiger Renaturierung) wieder zu erholen. [1, 2]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einfach wandern, Schuhe schnüren, Rucksack schultern und los geht’s. Auf einer Strecke von ca. 10 – 12 km entdecken wir das Venn im Spätsommer. Anita Fohn wird uns auf dem Weg zum Noir Flohay mit Wissenswertem über Flora und Fauna aus dem Hochmoor versorgen.

 

 

Kosten Mitglied 9 €, Nichtmitglied 15 €

Achtung: Gutes hohes wasserfestes Schuhwerk und Wetter angepasste Kleidung sind Pflicht.

Wanderstöcke können immer hilfreich sein.

 

Bitte mitbringen: Ausreichend Wasser und ein kleines Picknick für eine Rast am Mittag.

 

Treffpunkt um 9Uhr30 am Parkplatz Baraque Michel.

Freiwillige Einkehr nach der Wanderung auf eigene Kosten.

 

P.S.: Hunde sind bei dieser Wanderung nicht erlaubt.

 

 

Anmeldung

Details

Datum:

14.09.2026

Zeit:
09:30 - 14:00

Veranstalter

Landfrauenverband Ostbelgien VoG
Telefon:

+32 (0)483 67 19 98

E-Mail:

info@lfv.be

Veranstaltungsort

Hohes Venn

Belgien

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