Einkehrtag zum Thema Zukunftsmut im Katharinenstift mit Gaby und Johannes Funk
Die Frauen haben in diesem Jahr einen anderen Einkehrtag im Katharinenstift erlebt.
Zu Beginn wurde die VoG Klosterhof, die Arbeitsweise des Seniorenheims sowie unsere beiden Referenten Gaby und Johannes Funk ausführlich vorgestellt. Diese Informationen waren wertvoll, um einen ersten Bezug zum Haus und zu den Menschen zu erhalten, die uns durch den Tag begleiteten.
Inhaltlich ging Johannes Funk dann auf die Evangelien der ersten vier Fastensonntage ein, denn nicht vom Brot allein lebt der Mensch, auch das Spirituelle und Seelische will genährt werden.
Nach einem guten Input wurden wir eingeladen, mit freiwillig bereitstehenden Bewohnern ein Interview zu führen. Wann haben die 80-93jährigen besonders viel Mut zur Lebensbewältigung gebraucht? Was hat ihnen damals Halt gegeben? Was ist heute anders als früher und was bleibt? Was würden die Bewohner aus ihrer Perspektive der nächsten Generation mit auf den Weg geben?
Daraus entstanden zum Teil sehr persönliche Gespräche zu einschneidenden Erlebnissen. Der Satz „So war das eben“ machte deutlich, dass man sich in jungen Jahren mit Vielem abgefunden hat, ohne den Gefühlen viel Raum zu geben. Doch hat auch diese Generation den Wandel zu mehr Selbstbestimmung und Freiheit kennengelernt. Auf einmal reiste Frau nach 30 Jahren Ehe ohne Partner nach Marokko, weil dieser nicht reisen wollte, oder sie trennte sich von ihrem untreuen Mann.
Für die Zukunft wünschten sie der jungen Generation Frieden und Beziehungen, die tragen – egal ob zu Gott, Familie oder Freunden.
Ein meditativer Abschluss mit Musik und Impulsen der Musikgruppe „Kreuz & Quer“ rundete den Einkehrtag ab.
Es gäbe noch so viel zu schreiben, aber das Fazit einer Teilnehmerin soll diesen Text beenden: „Ich nehme ganz viel mit aus diesem Tag, der mal ganz anders war, aber tatsächlich ein ganz konkretes Wahrnehmen und Erleben von Zukunftsmut!“



