Stolpersteine in der Gemeinde Lontzen

Monique Kelleter und Norbert Cormann sind die treibenden Kräfte der Initiative „Stolpersteine für die Gemeinde Lontzen“, die das Schicksal von NS-Opfern in der Region erforscht.

In Zusammenarbeit mit dem Künstler und Initiator Gunter Demnig wurden im November 2022 sieben Stolpersteine in Lontzen und Walhorn verlegt, um an deportierte, ermordete und überlebende Personen zu erinnern – oder wie im Falle Franz Kockartz an einen Briefträger-Helden, dem die Warnung an seine Mitbürger wichtiger war als das Stillsein. Dass von seinen Kindern später zwei ganz seiner Haltung zustimmen und zwei bedenken, dass er doch erst an seine Frau und seine vier kleinen Kinder hätte denken sollen, zeigt, wie schwierig es ist, zwischen “richtig” und “falsch” zu unterscheiden.
Wichtige Informationen zu den Stolpersteinen in Lontzen:
  • Initiatoren: Monique Kelleter-Chaineux und Norbert Cormann recherchierten intensiv in Archiven, um die Lebenswege der Opfer zu dokumentieren. Nicht alle Schicksale konnten vollständig aufgeklärt werden.
  • Verlegungen: Den Covid19-Bestimmungen geschuldet, wurden erst im November 2022 die Stolpersteine in Walhorn verlegt. Ein weiterer Stein wurde für die aus Lontzen stammende Marie Ahn bereits im Jahr 2020 in Aachen verlegt.
  • Hintergrund: Das Projekt macht die Opfer des Nationalsozialismus in der Region sichtbar und bewahrt deren Erinnerung.
Die Initiative hat in mühevoller Kleinarbeit historisch wertvolle Beweise aus Archiven zusammengetragen, um die Verlegung der Stolpersteine zu ermöglichen.