Erste Hilfe bei Säuglingen und Kindern – eine Eigeninitiave der Gruppe Hauset  –

 

Was mache ich, wenn (m)ein Baby sich verletzt, wenn es bewusstlos ist oder sogar nicht mehr atmet? Wie muss ich bei älteren Kindern handeln? Und welche notwendigen Schritte retten Leben?

 

Viele dieser Fragen stellen sich junge Eltern, aber genauso alle anderen, die zum Umfeld eines Kindern gehören. Daher haben wir am Samstag, den 10. Juni, einen Erste-Hilfe-Kurs speziell für Säuglinge und Kinder in Hauset organisiert, der auf großes Interesse gestoßen ist.

 

Für manche der Teilnehmerinnen hat der Kurs ihr bestehendes Wissen aufgefrischt und gefestigt. Aber für die meisten waren vor allem die Handgriffe etwas völlig Neues.

 

Präsentiert wurde der Kurs vom Belgischen Roten Kreuz. Annette Müllender hat uns über den Tag hinweg durch die Inhalte geführt, geschult und gecoacht.

 

Zu Beginn wurden die Grundregeln bei einem Notfall erläutert: Sicherheit, Bilanz, Notruf und Erste Hilfe.

 

Sicherheit: Vorbeugemaßnahmen entsprechend der Situation ergreifen, damit keine weiteren Personen verletzt werden.

 

Bilanz: Wie ist der Zustand der verletzten Person? Ist sie bewusstlos und wie ist ihr Atem?

 

Notruf: Wann und wie rufe ich an? Hier die wichtigen Angaben: wo, wer und was.

 

Erste Hilfe: Notversorgung, bis die Ambulanz eintrifft.

Was den Teilnehmerinnen bislang nicht bekannt war ist, dass bei einem Anruf per Mobiltelefon der Anrufer nicht automatisch geortet werden darf. Nur wenn er die App 112.be oder echo112.com oder EchoSOS installiert hat, kann eine automatische Ortung erfolgen. Das Haustelefon dagegen kann direkt geortet werden.

 

Themen wie Verhalten, Hygiene, Medikamente, Körpertemperatur, Überhitzung und Unterkühlung, Fieberkrämpfe, Epilepsie und Krampfanfall wurden erklärt und näher darauf eingegangen.

 

Ebenfalls wurde die stabile Seitenlage, kurz genannt die SSL, zuerst theoretisch erklärt und dann auch praktisch geübt. Wobei hier schon festgestellt wurde, dass die SSL bei Kindern ab ungefähr dem 1. Lebensjahr und Erwachsenen gleichbleibt. Bei Säuglingen hingegen bestehen große Unterschiede. Genauso bei Schwangeren: die SSL muss IMMER zur linken Seitenlage der Frau ausgeführt werden, damit die Versorgung des Kinds garantiert bleibt.

 

Die REA, also Reanimation wurde ebenfalls thematisiert und im Anschluss von allen Teilnehmerinnen geübt.

Wichtig hierbei: Erst aufhören, wenn der Notarzt übernimmt!

 

 

 

Natürlich wurde auch der „plötzliche Kindstod“, Atemnot (beispielsweise auch allergische Reaktionen etc.) sowie die Verlegung der Atemwege besprochen. Das Anlegen eines Druckverbands, das Stoppen von Blutungen und die Reaktion bei Infektion oder Augenverletzungen kamen ebenso zur Sprache.

 

Der Kurs führte durch jedmögliche Verletzungen und ihre notwendigen Reaktionen. Somit kamen auch die unterschiedlichen Verbrennungsgrade und Vergiftungen zur Sprache.

 

Zuletzt wurde der Verbandskasten unter die Lupe genommen und Tipps darüber ausgetauscht, was man zusätzlich zuhause und auch unterwegs mit dabeihaben sollte.

 

Um den Kurs abzuschließen und sich einmal in eine Notfallsituation hineinversetzen zu können, wurde eine Unfallsimulation nachgestellt. Die Reaktionen wurden anschließend analysiert, wobei wir alle feststellten, dass der Stress einer solchen Situation sehr herausfordernd ist. Daher ist der Kurs die beste Grundlage, um sich handlungsfähig zu fühlen und ruhig und bedacht reagieren zu können.

 

Fazit des Kurses (wobei ich hier nur für mich sprechen kann):

Ein sehr interessanter und auffrischender Kurs, den ich jedem empfehlen kann.

Wobei Frau Müllender diesen Kurs sehr lebhaft und anschaulich rübergebracht hat.

 

 

Maike und Claudia H.